Pasta selber machen klappt auch ganz ohne Küchen- oder Nudelmaschine und mit dieser detaillierten Schritt-für-Schritt-Anleitung gelingt es dir gleich beim ersten Versuch. Alles, was du brauchst, sind Mehl, Eier und ein Ausrollstab.
Und auch wenn das Rezept simpel ist, sind die kleinen Details entscheidend: In diesem Post zeige ich dir, wie du den Pastateig richtig knetest, von Hand möglichst dünn ausrollst, ohne dass er zurückspringt, und zu Bandnudeln schneidest, ohne dass sie zusammenkleben. Außerdem erfährst du, wie du die frische Pasta richtig kochst und aufbewahrst.

Zutaten für selbstgemachten Pastateig

Selbstgemachte Pasta besteht aus nur 2 Zutaten: Mehl und Eiern. Aber je weniger Zutaten ein Rezept hat, desto wichtig ist bekanntlich die Auswahl der richtigen Zutaten:
Welches Mehl braucht man für selbstgemachte Pasta? Am besten bereitest du deinen Pastateig mit Weizenmehl vom Typ 00 (auch als Pizza-Mehl bekannt) zu. Das solltest du in allen Supermärkten und natürlich in italienischen Feinkostgeschäften bekommen.
Du kannst auch andere Mehlsorten (z.B. Weizenmehl Typ 405, 550 oder Dinkelmehl) verwenden. Ich finde jedoch, dass das 00er Mehl die besten Ergebnisse erzielt und die Teighandhabung erleichtert.
Falls möglich, bereite deinen Pastateig mit großen Eiern (Größe L) zu. Pro 100 Gramm Mehl benötigst du ein großes Ei (Größe L). Kannst du nur kleinere Eier finden, habe ich in den Rezeptnotizen die angepassten Mengenangaben geschrieben.
Ich persönlich bin ein Fan davon, nicht nur das Nudelwasser, sondern auch den Nudelteig zu salzen. Pro 100 Gramm Mehl verwende ich 1 Gramm Salz.
Außerdem bevorzuge ich zum Ausrollen etwas Semola-Mehl (italienisches Hartweizenmehl), das du in jedem Supermarkt finden solltest (und das du auch für selbstgemachte Pinsa brauchst). Es ist relativ grob, weshalb es dem Teig beim Ausrollen Struktur und Haft gibt, ohne ihn auszutrocknen.
👉 Alle Zutaten und ihre genauen Mengenangaben findest du in der Rezeptkarte am Ende des Posts.
Pastateig selber machen

Wiege das Mehl und Salz in einer Schüssel ab und vermische es kurz mit einer Gabel oder deinen Fingern.

Gib das Mehl auf deine saubere Arbeitsfläche und forme eine Mulde in die Mitte.

Schlage die Eier auf und gib sie in die Mehlmulde.

Verquirle die Eier zuerst mit einer Gabel (steche vor allem die Dotter auf) und arbeite dann nach und nach etwas Mehl vom Rand aus ein.

Gehe dann dazu über, den Teig von Hand für circa 10 bis 12 Minuten zu kneten, bis er wunderbar geschmeidig, glatt und elastisch ist.

Forme den Teig zu einer Scheibe, wickle ihn in Frischhaltefolie ein und lege ihn für 30 Minuten bis zu 12 Stunden in den Kühlschrank.
Hilfreiche Tipps:
Der Teig kann anfangs noch trocken und krümelig wirken. Knete erst einige Minuten weiter, bevor du zusätzliche Flüssigkeit hinzufügst. Starte mit einem halben Teelöffel Wasser und knete für mindestens eine weitere Minute bevor du noch mehr Flüssigkeit dazugibst. Ist er zu klebrig, gib etwas Mehl dazu.
Um noch besser zu überprüfen, ob du deinen Teig lang genug geknetet hast, formst du ihn zu einer Kugel und drückst ihn an einer Stelle sanft mit einem Finger ein. Springt die Delle langsam wieder zurück, ist das Gluten aktiviert und dein Teig ist ausreichend geknetet.
Pasta von Hand Ausrollen & Formen

Viertel den Teig: Gib ein Stück auf die bemehlte Arbeitsfläche (oder ein großes Holzbrett), wickle den Rest wieder in Frischhaltefolie und lege sie zurück in den Kühlschrank.

Rolle den Teig auf einer mit Semola Mehl bestäubten Arbeitsfläche zu einem möglichst dünnen Rechteck aus. Mein Rechteck ist ungefähr 30 auf 40 Zentimeter groß. Das Wichtige ist aber, dass es möglichst dünn wird. Wenn du fertig ausgerollten Teig gegen das Licht hältst, sollte du fast schon durchschauen können.
Tipps zum Ausrollen:
- Am einfachsten lässt sich der Teig ausrollen, wenn er weder zu warm (Zimmertemperatur ist zu warm) noch zu kalt ist. (Nach mehreren Stunden im Kühlschrank sollte er circa 15 Minuten bei Raumtemperatur ruhen.)
- Zieht sich der Teig immer wieder zusammen, lass ihn kurz ruhen (30 bis 60 Sekunden). Das relaxt den Teig und erleichtert das Ausrollen. Bau so viele Pausen ein wie nötig.
- Wende den Teig regelmäßig und bestreiche/ bestäube ihn immer wieder mit Semola Mehl.

Bestäube den fertig ausgerollten Teig von beiden Seite mit Semola Mehl und falte ihn dann locker über die lange Seite von unten nach oben auf.
(Lass dich nicht verwirren, ich habe den gefalteten Teig für das Foto hier um 90 Grad gedreht.)

Schneide den Teig mit einem großen, scharfen Messer in dünne, circa 0.5 Zentimeter dicke Streifen. Falte die Streifen umgehend auf (ziehe sie dabei ganz vorsichtig in die Länge), forme daraus kleine Nester und lege sie auf ein mit Semola Mehl bestäubtes Blech oder Brett.
Tipp: Arbeite hier am besten in Schritten: Ich schneide immer nur ein Drittel der Teigrolle in Streifen, bevor ich die Streifen auffalte und diese Nudeln gemeinsam zu einem Nest forme. Erst dann schneide dann das zweite Drittel in Streifen und so weiter und so fort. So vermeidest du, dass der Teig zusammenklebt und sich nicht mehr auffalten lässt.
Selbstgemachte Nudeln kochen

Lass die fertig getrockneten Nudeln für 15 Minuten lufttrocknen, bevor du einen großen Topf mit Wasser zum Kochen bringst.

Salze es großzügig und gib die Nudeln in das sprudelnd kochende Wasser. Koche sie für 2 bis 3 Minuten al dente. (Probiere die Nudeln umbedingt vor dem Abgießen, da die genaue Kochzeit variiert.)

Gieße die Nudeln ab oder hole sie mit einer Küchenzange oder Nudelkelle aus dem Wasser und gib sie direkt in die Sauce deiner Wahl.
Rezeptvideo
Pasta selber machen: Häufige Fragen und Antworten
Falls noch etwas unklar ist, helfen dir diese FAQs hoffentlich direkt weiter. Falls nicht, dann schreib mir deine Frage einfach in die Kommentare.
Ja. Wickel den fertig gekneteten Pastateig luftdicht in Frischhaltefolie und bewahre ihn bis zur Weiterverarbeitung für bis zu 12 Stunden im Kühlschrank auf. Wenn er mehrere Stunden gekühlt wurde, lass ihn vor dem Ausrollen etwa 15 bis 30 Minuten temperieren.
Ja, lege die Nudeln am besten in lockeren Nestern auf ein mit Semola bestäubtes Blech oder Brett und friere sie zunächst auf dem Blech ein. Sobald sie gefroren sind, kannst du sie in einen Gefrierbeutel oder Behälter umfüllen. Gib die gefrorenen Nudeln später direkt ins kochende Wasser und taue sie vorher nicht auf.
Nein. Für dieses Rezept müssen die Bandnudeln nicht vollständig trocknen. Lass sie lediglich etwa 15 Minuten antrocknen, damit ihre Oberfläche etwas trockener wird und sie weniger leicht zusammenkleben. Anschließend kannst du sie direkt kochen.
Frisch geschnittene Pasta kannst du zum Trocknen locker auf ein Abkühlgitter oder Rost legen oder über einen Pastatrockner hängen. Lass sie an einem trockenen, gut belüfteten Ort vollständig durchtrocknen und wende sie bei Bedarf zwischendurch. Wichtig ist, dass die Nudeln wirklich komplett trocken sind, bevor du sie luftdicht verpackst, da sonst Schimmel entstehen kann. Am besten lässt du sie hängend trocken oder du formst sie zu kleinen, lockeren Nester.
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Ich hoffe, dir gefällt dieses Rezept und du probierst es bald mal aus. Falls du noch Fragen oder Anregungen zum Rezept hast, schreibe sie mir einfach in die Kommentare, als Mail an welcome@julesmenu.de, via dem Kontaktformular oder über Instagram (@_julesmenu).







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