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    Home » Rezepte » nach Menüart » herzhaftes Gebäck

    Pinsa Teig selber machen (einfach & gelingsicher)

    Profilbild von Bloggerin Julia Schmitt vom Foodblog Jules Menu.
    zuletzt bearbeitet: Juni 16, 2026 · Veröffentlicht: Juni 16, 2026 von Julia Schmitt · Kommentar verfassen
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    Wenn du Pinsa Teig selber machen möchtest, bist du hier goldrichtig. Durch die Mischung verschiedener Mehlsorten, den hohen Wasseranteil und die lange Gehzeit entsteht mit diesem Rezept eine Pinsa, die außen knusprig, innen weich und besonders luftig wird.

    Dieses Rezept erklärt dir jeden Schritt ausführlich und zeigt dir mit Bildern und Video, wie der Teig in jeder Phase aussehen sollte. Denn Pinsa selber zu backen ist nicht schwierig! Durch den hohen Wasseranteil fühlt sich der Teig nur ungewohnt feucht und klebrig an. Aber mit der richtigen Technik entsteht daraus ein luftiger Pinsa-Teig mit knusprigem Boden und den charakteristischen Luftblasen.

    Springe zu Rezept
    Selbst gemachter Pinsa Boden in Stücke geschnitten auf dunkler Holzoberfläche.
    Springe zu:
    • Was ist Pinsa und was ist der Unterschied zu Pizza?
    • Zutaten für Pinsa Teig
    • Pinsa Teig Schritt für Schritt zubereiten
    • Pinsa formen & backen
    • Rezeptvideo
    • Ideen zum Pinsa belegen
    • Pinsa-Teig vorbereiten, aufheben & einfrieren
    • Typische Fehler bei Pinsa & wie du sie vermeidest
    • So sollte dein Pinsa Teig nach jedem Schritt aussehen
    • Pinsa FAQs
    • Mehr Pizza Rezepte
    • Rezept
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    Was ist Pinsa und was ist der Unterschied zu Pizza?

    Pinsa ist eine ovale Pizza-Variante aus Rom, die vor allem für ihren luftigen Teig bekannt ist. Durch die Mischung verschiedener Mehlsorten, einen hohen Wasseranteil und der lange Gehzeit im Kühlschrank wird der Teig außen knusprig und innen weich mit großen Luftblasen. Anders als klassische Pizza wird der Pinsa-Teig erst vorgebacken und dann belegt.

    Zutaten für Pinsa Teig

    Alle Zutaten mit jeweiligen Textbeschriftungen, die für selbstgemachten Pinsa Teig benötigt werden.

    Der wichtigste Unterschied, der eine Pinsa von einer Pizza unterscheidet, ist die verwendete Mehlmischung. Während Pizzamehl (Weizenmehl Typ 00) auch bei der Pinsa ein Hauptbestandteil ist, wird hier zusätzlich noch Reismehl sowie etwas Soja-, Kichererbsen- oder Dinkelmehl untergemischt. Für dieses Pinsa-Rezept brauchst du deshalb:

    Weizenmehl: Verwende hier umbedingt Pizzamehl vom Typen 00.

    Reismehl: Du findest es in Supermärkten (z.B. bei Edeka) in der Backabteilung neben den anderen Mehlsorten oder im Bio-Regal. Reismehl verleiht dem Pinsa-Teig sein charakteristische Knusprigkeit und ist unverzichtbar.

    Dinkelvollkornmehl: Als dritte Mehlsorte verwendet mein Rezept Dinkelvollkornmehl, da ich mir dachte, dass viele es vielleicht schon daheim haben oder zumindestens für mehrere Rezepte verwenden können (z.B. für dieses simplen Dinkelvollkornbrötchen). Du solltest es aber auch mit Soja- oder Kichererbsenmehl ersetzen können. 

    Zum Ausarbeiten und Formen der Pinsa verwende ich gerne Semola-Mehl (italienisches Hartweizenmehl), da es eine raue Struktur hat. Im Notfall kannst du stattdessen aber auch etwas Pizza- und Reismehl miteinander vermischen.

    Ich habe das Rezept mit Trockenhefe entwickelt und getestet, da ich sie praktischer finde als frische Hefe. Du solltest sie aber auch problemlos mit frischer Hefe zubereiten können.

    Eiswasser: Im Widerspruch zu jedem anderen Hefeteig, wird Pinsa mit eiskaltem Wasser zubereitet. Der Grund hierfür ist, dass wir die Aktivität der Hefe verlangsamen und damit die Fermentation des Teiges verlängern wollen. Denn durch lange Gehzeit entwickelt sich der charakteristische Geschmack und die luftige Struktur der Pinsa.

    👉 Alle Zutaten und ihre genauen Mengenangaben findest du in der Rezeptkarte am Ende des Posts.

    Pinsa Teig Schritt für Schritt zubereiten

    Glas mit Eiswasser für den Pinsa Teig auf heller Arbeitsfläche.

    Stelle ein Messbecher mit Wasser und Eiswürfeln für circa 15 Minuten in den Kühlschrank.

    Trockene Zutaten für Pinsa Teig in einer Rührschüssel vermischt, daneben liegt ein dänischer Schneebesen.

    Wiege die Mehlsorten, Hefe und das Salz ab. Verrühre dann Mehl und Hefe in der Rührschüssel deiner Küchenmaschine (oder in einer großen Schüssel).

    Abgemessenes Wasser für die Zubereitung von Pinsa Teig.

    Wiege 425 Gramm von dem Eiswasser auf einer Küchenwaage ab. 

    Noch klumpiger Pinsa Teig nach dem ersten Vermengen der Zutaten per Hand.

    Gib das Wasser in 4 bis 5 Schritten aufgeteilt zur Mehlmischung dazu. Rühre währenddessen mit einem Teigschaber, einer Gabel oder einem dänischen Schneebesen um, bis sich die Zutaten zu einem klumpigen Teig verbunden haben. Mische dann das Salz unter.

    Pinsa-Teig nach dem ersten Kneten in der Küchenmaschine: ein glatter, aber sehr feuchter und klebriger Teig.

    Knete den Teig als nächstes mithilfe deiner Küchenmaschine (Knethaken) für 3 bis 5 Minuten auf langsamster Stufe, bis ein geschmeidiger, glatter (aber feuchter und klebriger) Teig entstanden ist.

    Pinsa Teig während des Knetens – sehr weicher, klebriger Teig auf der Arbeitsfläche.

    Gib den Teig auf eine eingeölte Arbeitsfläche und knete ihn für circa 15 Minuten per Hand. Der Teig ist währenddessen klebrig, sehr feucht und läuft relativ schnell auseinander. Das lange Kneten baut aber ein Glutengerüst auf, was später für die luftige Teigstruktur sorgt. Gib kein zusätzliches Mehl hinzu. 

    Bitte schau dir umbedingt das Video an! Hier siehst du nicht nur wie klebrig der Teig bei mir ist, sondern ich zeige dir auch eine Technik, wie du einen so feuchten Teig am besten knetest. Wer keine Küchenmaschine hat kann direkt mit dem Kneten per Hand einsteigen und ihn einfach 5 Minuten länger kneten.

    Pinsa-Teig nach dem Kneten, zu einer Kugel geformt auf einer Arbeitsfläche: ein noch sehr weicher und klebriger Teig.

    Forme den Teig mithilfe eine Teigkarte zu einer Kugel (er wird schnell auseinander laufen) und gebe ihn in eine einölte Schüssel. Decke ihn mit Frischhaltefolie ab und lass ihn 30 Minuten ruhen.

    Pinsa Teig bei dem ersten Stretch and Fold: der Teig wird mit einem Teigschaber nach oben gezogen und über die Mitte gefaltet.

    Führe mithilfe eines Teigschabers ein Stretch and Fold durch.

    Stretch & Fold: Fahre dafür mit dem Teigschaber unter den Teig und ziehe den Teig vorsichtig nach oben und falte ihn über die Mitte. Drehe die Schüssel um circa 45 Grad und wiederholde den Vorgang. Wiederhole das solange bis du die Schüssel einmal um 360 Grad gedreht hast. Decke sie erneut mit Frischhaltefolie ab und lass sie für 30 Minuten gehen.

    Pinsa Teig beim Stretch and Fold in einer Glasschüssel – der weiche Teig wird mit der Hand auseinandergezogen und gefaltet.

    Wiederhole den Stretch & Fold Vorgang, verwende dieses mal jedoch deine angefeuchtete Hand. Nun sollte der Teig glatt und super elastisch sein. 

    Pinsa Teig vor der langen Gehzeit im Kühlschrank: ein glatt geformter Teig in einer abgedeckten Schüssel.

    Decke die Schüssel luftdicht mit Frischhaltefolie ab und stelle sie für 72 Stunden in den Kühlschrank.

    Pinsa formen & backen

    Pinsa Teig nach 72 Stunden Gehzeit im Kühlschrank: deutlich aufgegangen mit großen Luftblasen.

    Der Teig sollte sich nach 72 Stunden im Kühlschrank im Volumen (mindestens) verdoppelt und Luftblasen auf der Oberfläche gebildet haben. Heize den Ofen auf 260°C Unter-/Oberhitze vor (oder so heiß wie möglich, verwende gerne die Pizzastufe, wenn dein Ofen so etwas hat).

    Pinsa Teig in drei Teiglinge geteilt, die auf einer bemehlten Arbeitsfläche ruhen.

    Gib den Teig auf eine großzügig mit Semola Mehl bestäubte Arbeitsfläche und teile ihn in 3 möglichst gleichgroße Stücke. Forme sie mithilfe der Teigkarte zu runden Kugeln, bestäube sie mit Mehl und lass sie für 15 bis 30 Minuten ruhen.

    Geformter Pinsa Teig auf einem mit Semola bemehlten Holzbrett vor dem Backen.

    Forme die Teiglinge mit den Händen zu einer ovalen Pinsa. Lass dir dabei von der Schwerkraft helfen (siehe Video). Lege ihn dann zurück auf die bemehlte Arbeitsfläche und drücke den Teig sanft mit den Fingerspitzen von der Mitte nach außen und halte dabei etwas Abstand zum Rand.

    Geformter Pinsa Teig auf dem Backblech direkt vor dem Backen, mit etwas Öl beträufelt.

    Verteile etwas Öl auf dem vorgeheizten Backblech und gib die fertig geformte Pinsa darauf. 

    Drei vorgebackene Pinsa Böden auf einem Backblech.

    Backe die Pinsa bei 260°C Unter-/Oberhitze für 8 bis 10 Minuten oder bis sie eine ganz leichte goldbraune Farbe erhalten hat. 

    Pinsa Boden mit Ricotta bestrichen und mit Brie belegt.

    Hole die Pinsa aus dem Ofen und belege sie mit Toppings deiner Wahl (siehe unten). 

    Müssen deine Pinsa-Toppings müssen nicht gebacken werden, solltest du dein Pinsa erst aus dem Ofen holen wenn sie eine goldbraune Farbe hat. Bei mir dauert das circa 12 Minuten!

    Pinsa Bianca nach dem Backen mit Ricotta, Brie, Apfelscheiben, gebratenen Schalotten und Pekannüssen auf einem Holzbrett.

    Schiebe die belegte Pinsa anschließend für 5 bis 10 Minuten (je nach Toppings) zurück in den Ofen, bis der Boden goldbraun ist und die Toppings fertig gebacken sind (z.B. der Käse geschmolzen ist).

    Pinsa Bianca mit Ricotta, geschmolzenem Brie, dünnen Apfelscheiben, gebratenen Schalotten und Pekannüssen, in Stücke geschnitten serviert.

    Lass die Pinsa vor dem Anschneiden für 3 bis 5 Minuten ruhen bevor du sie mit einer Küchenschere, einem großen Messer oder Wiegemesser in Stücke schneidest.

    Anmerkung: Ich habe weder einen Pizzastein oder eine Pizza-Einstellung bei meinem Ofen, geschweige denn einen Pizzaofen. Wenn du jedoch irgendetwas davon daheim hast, wird deine Pinsa noch besser werden. Falls du, wie ich, nur einen Ofen und ein normales Backblech daheim hast, dann heize ihn so heiß wie möglich vor und lass dabei dein Blech im Ofen.

    Rezeptvideo

    Dieses Video zeigt dir nochmal alle Schritte: Das Kneten des Teigs sowie das Formen und Backen der Pinsa. 

    Ideen zum Pinsa belegen

    Pinsa lässt sich ähnlich belegen wie eine Pizza. Der große Unterschied ist, dass sie vor dem Belegen gebacken oder zumindest vorgebacken wird. So wird der Teig extra luftig und außen knusprig. 

    Außerdem finde ich, dass beim Belegen von Pinsa deiner Kreativität keine Grenzen gesetzt sind. Deshalb bevorzuge ich hier ausgefallenere Kombinationen als bei einer klassischen Pizza, zum Beispiel meine Apfel Camembert Pinsa. 

    Pinsa harmoniert auch sehr gut mit frischen Zutaten wie Burrata, Rucola, Basilikum oder rohen Schinken wie Parma. Hierbei ist wichtig, dass du diese Zutaten erst nach dem Backen auf der Pinsa verteilst.

    Und selbst bei klassischen Toppings wie Tomatensauce, Käse oder Salami ist es wichtig, den Teig vorzubacken. Belegst du rohen Pinsa-Teig direkt mit Toppings wird er zu schwer und kann nicht richtig luftig und knusprig werden.

    Pinsa-Teig vorbereiten, aufheben & einfrieren

    Du kannst den fertig vorgebackenen Pinsa-Teig hervorragend einfrieren. So musst du ihn vor dem Belegen nur auftauen lassen und anschließend für 5 bis 10 Minuten in den vorgeheizten Backofen schieben.

    Da dieses Rezept 3 Pinsas ergibt, die je 2 bis 3 Personen füttern, kann also gut sein das ein oder zwei Pinsas übrig bleibt. Lasse sie vollständig auskühlen und friere sie anschließend in große Gefrierbeutel für bis zu 3 Monate ein. 

    Typische Fehler bei Pinsa & wie du sie vermeidest

    Ich habe diese Pinsa so oft getestet und dabei so viele Fehler gemacht, dass ich hoffentlich alle Stolperfallen für dich aus dem Weg geräumt habe… Deshalb sind hier ein paar wichtige Tipps, mit denen du meine Fehler hoffentlich nicht wiederholst.

    • Wiege alle Zutaten in einer separaten Schüssel ab. (Wenn dir einmal zu viel Hefe oder Wasser in die Mehlmischung rutscht, gibt es kein zurück.)
    • Verrühre die Zutaten zuerst mit einer Gabel, einem Teigschaber oder einem dänischen Schneebesen, bis sie sich zu einem klumpigen Teig verbunden haben. Lass erst dann deine Küchenmaschine übernehmen.
    • Lege deine Teigkarte und die eingeölte Schüssel parat, bevor du anfängst den Teig zu kneten. (Deine Finger werden voller Teig sein, wenn du sie danach benötigst.)
    • Um den Teig zu einer Kugel zu formen fahre entweder mit beiden Händen unter den Teig und ziehe ihn zu dir her (wiederhole das ein paar mal) oder führe die Bewegung wie im Rezeptvideo mit einer Teigkarte durch. (Das geht ein bisschen einfacher.)
    • Forme die Pinsa mithilfe der Schwerkraft und drücke sie anschließend mit deinen Fingerspitzen von der Mitte nach außen flach, halte dabei aber ein bisschen Abstand zum Rand. 

    So sollte dein Pinsa Teig nach jedem Schritt aussehen

    Nachdem du die Zutaten von Hand verrührt hast:

    Noch klumpiger Pinsa Teig nach dem ersten Vermengen der Zutaten per Hand.

    Nach dem Kneten in der Küchenmaschine:

    Pinsa-Teig nach dem ersten Kneten in der Küchenmaschine: ein glatter, aber sehr feuchter und klebriger Teig.

    Nach dem Kneten per Hand:

    Pinsa Teig nach dem Kneten: der Teig ruht abgedeckt in einer Glasschüssel.

    Nach dem zweiten Stretch & Fold:

    Pinsa Teig vor der langen Gehzeit im Kühlschrank: ein glatt geformter Teig in einer abgedeckten Schüssel.

    Nach 72 Stunden im Kühlschrank:

    Pinsa Teig nach 72 Stunden Gehzeit im Kühlschrank: deutlich aufgegangen mit großen Luftblasen.

    Pinsa FAQs

    Falls noch etwas unklar ist, helfen dir diese FAQs hoffentlich direkt weiter. Falls nicht, dann schreib mir deine Frage einfach in die Kommentare. 

    Mein Pinsa-Teig ist so klebrig! Kann ich mehr Mehl dazugeben?

    Ich weiß, die Verlockung ist hoch, mehr Mehl zu deinem Pinsa Teig zu geben. Aber der Teig soll klebrig sein. Er sollte regelrecht deine Finger zusammenkleben (was das Kneten etwas anstrengend macht, aber das Ergebnis ist es wert). Bitte gib kein zusätzliches Mehl zum Teig. Schau dir vor der Zubereitung das Video und die Bilder an, sie gebe dir eine gute Referenz dafür, wie feucht und klebrig der Pinsa Teig sein sollte.

    Kann ich den Pinsa Teig direkt in der Küchenmaschine anrühren?

    Bitte mach das nicht. Ich habe es einmal versucht und mein Teig hat sich regelrecht in eine Suppe verwandelt. Verrühre die Zutaten zuerst per Hand, bis ein klumpiger Teig entstanden ist. Anschließend kannst du eine Pinsa kurz in der Küchenmaschine kneten lassen, bis der Teig schön glatt ist. 

    Muss ich den Pinsa Teig von Hand kneten, wenn ich eine Küchenmaschine daheim habe?

    Ja, auch wenn du eine Küchenmaschine daheim hast, solltest du den Teig für circa 15 Minuten per Hand kneten. Ich finde, dass ein so feuchter Teig eine spezielle Knettechnik erfordert, die leider nur von Hand funktioniert. 

    Wie lange muss Pinsa im Kühlschrank gehen?

    Lass dein Pinsa-Teig mit Frischhaltefolie abgedeckt für 72 Stunden beziehungsweise 3 Tage im Kühlschrank gehen. Im Notfall reichen 48 Stunden aus, die besten Ergebnisse erzielst du aber nach 3 Tagen. 

    Welches Küchenequipment benötige ich für die Zubereitung von Pinsa?

    Das Wichtigste ist eine digitale Küchenwaage. Zum Verrühren der Zutaten brauchst du eine Gabel, einen Teigschaber oder einen dänischen Schneebesen (der lohnt sich vor allem, wenn du öfters Brot oder Ähnliches backst). Wer eine Küchenmaschine daheim hat, kann sich ein Teil der Knetarbeit sparen. Du kannst den Pinsa-Teig aber auch nur von Hand kneten. Zum Formen und Teilen des Teigs ist eine Teigkarte äußerst hilfreich.

    Kann ich Pinsa auch auf einem Pizzastein oder in einem Pizzaofen backen?

    Worin auch immer du deine Pizza backst, kannst du auch Pinsa backen. Der einzige Unterschied ist Backzeit. Backe deine Pinsa vor, bis sie ganz leicht goldbraun ist (siehe Bild Nr. 15). Anschließend kannst du sie belegen und zurück in den Ofen schieben, bis die Toppings fertig sind und der Boden knusprig und schön goldbraun ist (siehe Bild Nr. 17). 

    Ist Pinsa gesünder als Pizza?

    Pinsa wird häufig als bekömmlicher als klassische Pizza beschrieben. Das wird vor allem auf die lange Fermentation und die spezielle Herstellung zurückgeführt. Studien deuten darauf hin, dass bestimmte Pinsa-Varianten durch längere Teigführung einen niedrigeren vorhergesagten glykämischen Index und Veränderungen bei der Verdauung von Stärke und Proteinen zeigen können. Ob eine Pinsa tatsächlich „leichter verdaulich“ ist, hängt jedoch stark vom Rezept und der Zubereitung ab. (Quelle: PMC PubMed Central: Sourdough „Biga“ Fermentation improves the digestibility of Pizza Pinsa Romana.)

    Mehr Pizza Rezepte

    Ich hoffe, dir gefällt dieses Rezept und du probierst es bald mal aus. Falls du noch Fragen oder Anregungen zum Rezept hast, schreibe sie mir einfach in die Kommentare, als Mail an welcome@julesmenu.de, via dem Kontaktformular oder über Instagram (@_julesmenu). 

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      High Protein Pizzateig (mit Hüttenkäse)
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    • Pinsa Bianca mit Ricotta, geschmolzenem Brie, dünnen Apfelscheiben, gebratenen Schalotten und Pekannüssen, in Stücke geschnitten serviert.
      Pinsa Bianca mit Ricotta, Apfel und Brie

    Rezept

    Selbst gemachter Pinsa Boden in Stücke geschnitten auf dunkler Holzoberfläche.

    Pinsa Teig (gelingsicheres Grundrezept)

    Julia SchmittJulia Schmitt
    Dieses Rezept führt dich Schritt für Schritt durch die Zubereitung von einem außen knusprigen und innen luftigen und weichen Pinsa Teig. Pinsa selber zu backen ist per se nicht schwierig, der Teig hat nur einen sehr hohen Wasseranteil, was ohne die richtige Anleitung etwas herausfordernd sein kann. Stelle deshalb sicher, dass du das Rezept (und am besten den Blogpost) vor der Zubereitung einmal durchließt. Schaue dir außerdem das Video an, um die Knettechnik und das Formen der Pinsa besser zu verstehen.
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    Vorbereitung 1 Stunde Std. 30 Minuten Min.
    Zubereitung 0 Minuten Min.
    Gehzeit 3 Tage d
    Gesamtzeit 3 Tage d 1 Stunde Std. 30 Minuten Min.
    Gericht Brot, Hauptgericht
    Küche Italienisch, Römisch
    Portionen 3 Pinsa Böden
    Kalorien 651 kcal

    Kochutensilien

    • 1 dänischer Schneebesen, Teigschaber oder Gabel
    • Küchenmaschine mit Knethaken (optional - alternativ einfach die Knetzeit per Hand um circa 5 Minuten verlängern)
    • 1 Teigkarte (nicht essenziell, aber sehr hilfreich!)
    • 1 große Schüssel
    • Frischhaltefolie

    Zutaten
      

    • 470 Gramm Pizzamehl Typ 00
    • 55 Gramm Reismehl
    • 30 Gramm Dinkelvollkornmehl (siehe Notiz Nr. 1)
    • 2 Gramm Trockenhefe (siehe Notiz Nr. 2)
    • 425 Gramm Eiswasser (Notiz Nr. 3)
    • 10 Gramm Salz
    • 2 Teelöffel Olivenöl (eventuell etwas mehr)

    zum Ausarbeiten

    • Semola Mehl
    Verhindert, dass dein Bildschirm dunkel wird

    Anleitungen
     

    • Pizzamehl, Reis- und Dinkelvollkornmehl abmessen und in die Rührschüssel deiner Küchenmaschine geben. Hefe abmessen (am besten in einer separaten Schüssel) und zum Mehl geben, kurz umrühren. 
      470 Gramm Pizzamehl Typ 00, 55 Gramm Reismehl, 30 Gramm Dinkelvollkornmehl, 2 Gramm Trockenhefe
    • Unter Rühren mit einem Teigschaber, einer Gabel oder einem dänischem Schneebesen langsam das Eiswasser dazugeben. (Ich gebe immer circa 100 Milliliter dazu, rühre dann gut um, und geben anschließend die nächsten 100 Milliliter dazu…)
      425 Gramm Eiswasser
    • Das Salz dazugeben und die Zutaten kurz per Hand verrühren, bis sie sich halbwegs zu einem klumpigen Teig verbunden haben, und anschließend den Teig in der Küchenmaschine (mit dem Knethaken) für 3 bis 5 Minuten bei niedrigster Geschwindigkeit kneten lassen, bis ein glatter Teig entstanden ist.
      10 Gramm Salz
    • Eine große Schüssel mit etwas Öl einreiben und die Teigkarte (wenn vorhanden) parat legen. Die Arbeitsfläche und Hände ebenfalls mit etwas Öl einreiben und den klebrigen, nassen Teig auf die Arbeitsfläche geben. Nun muss der Teig für circa 15 Minuten per Hand verknetet werden: Fahre dafür mit den Händen von beiden Seiten unter den Teig. Hebe ihn hoch und schlage ihn mit einer geschmeidigen Bewegungen und etwas Kraft zurück auf die Arbeitsfläche, sodass du ihn dabei aufeinander faltest. Wiederhole diese Bewegung für circa 15 Minuten. (Es kann kurz dauern, bis du den Bewegungsablauf verinnerlicht hast, aber ich finde, es ist die beste Art, einen so feuchten Teig zu kneten. Am besten schaust du dir davor das Rezeptvideo an, um den Bewegungsablauf zu verstehen.)
      Der Teig ist sehr feucht, sollte aber im Verlauf der 15 Minuten etwas elastischer werden. Er bleibt aber nach wie vor sehr klebrig. Das ist normal, bitte gib kein extra Mehl dazu! 
      2 Teelöffel Olivenöl
    • Nach 15 Minuten kneten den Teig mit Hilfe der Teigkarte (oder beiden Händen) zu einer Kugel formen und in die vorbereitetet Schüssel legen (siehe Video). Den Teig mit Frischhaltefolie abdecken und für 30 Minuten ruhen lassen. 
    • Nach 30 Minuten einen Stretch-and-Fold mit dem Teigschaber durchführen. Dafür von der Seite mit dem angefeuchteten Teigschaber unter den Teig fahren, nach oben ziehen und ihn über die Mitte falten. Die Schüssel ein Stückchen drehen und den Vorgang so lange wiederholen, bis die Schüssel insgesamt einmal um 360 Grad gedreht wurden. Den Teig erneut abdecken, weitere 30 Minuten ruhen lassen und anschließend einen zweiten Stretch and Fold durchführen, dieses mal jedoch per Hand. Dafür mit der feuchten Hand von der Seite unter den Teig fahren, ihn nach oben ziehen und über die Mitte falten. Die Schüssel ein Stückchen drehen und das Ganze wiederholen. (Siehe das Video für eine visuelle Anleitung - es ist viel einfacher als es sich anhört!) Nach dem zweiten Stretch and Fold sollte der Teig wunderbar glatt und elastisch sein.
    • Die Teigschüssel erneut mit Frischhaltefolie abdecken und für 72 Stunden in den Kühlschrank stellen (im Notfall reichen 48 Stunden aus). 3 Tage später sollte der Teig sich im Volumen mindestens verdoppelt und einige Blasen auf der Oberfläche gebildet haben.
    • Backofen auf 260°C Unter-/Oberhitze vorheizen (oder so hoch wie möglich, falls vorhanden, gerne die Pizzastufe verwenden). Das Blech währenddessen im Ofen lassen. Die Arbeitsfläche großzügig mit Semola Mehl bestäuben, den Teig auf die Arbeitsfläche gebe und mit einer Teigkarte erneut zu einer Kugel formen. Anschließend den Teig in 3 gleichgroße Stücke teilen und die Teiglinge mit den Händen oder einer Teigkarte zu Kugeln formen (siehe Video). Teigkugeln großzügig mit Semola Mehl bestäuben und für 15 bis 30 Minuten ruhen lassen.
      Semola Mehl
    • Die Teiglinge nacheinander mit den Händen zu einer ovalen Pinsa formen. Dafür einen Teigling vorsichtig anheben und über den Handrücken hängen lassen, sodass die Schwerkraft den Teig langsam in die Länge zieht. Dabei den Teig immer wieder leicht drehen, bis eine ovale Form entstanden ist. Anschließend den Teig zurück auf die Arbeitsfläche legen und mit den Fingerspitzen vorsichtig und sanft von der Mitte nach außen flach drücken. Dabei etwas Abstand zum Rand lassen, damit die Luft im Teig bleibt und die Pinsa später schön luftig wird. (Siehe Video für eine visuelle Anleitung.) Falls sich der Teig stark zusammenzieht, ihn für ein paar Minuten ruhen lassen und anschließend weiter formen.
      (Wichtig, verwende hier kein Ausrollstab. Das würde die Luftblasen zerstören.)
    • Den fertig geformten Pinsateig auf ein mit Semola Mehl bestäubtes Holzbrett (mit flachem Rand) legen. Etwas Öl auf dem vorheizten Blech verteilen und die Pinsa vorsichtig von dem Brett auf das Blech gleiten lassen. (Wer mag, kann den Teig auch mit Händen auf das Blech legen, pass aber auf, das Blech wird sehr heiß sein.) Optional den Pinsa-Boden mit ein klein wenig Olivenöl und grobem Meersalz toppen. (Siehe Notiz Nr. 4) 
    • Pinsa für 8 bis 10 Minuten im vorgeheizten Ofen backen, bis sie eine leicht goldbraune Farbe erhalten hat. Die Pinsa anschließend aus dem Ofen holen und mit Toppings nach Wahl belegen. Im Anschluss die belegte Pinsa zurück in den Ofen schieben und für weitere 5 bis 8 Minuten (bei selber Temperatur) backen, bis der Pinsaboden eine knusprig ist, goldbraune Farbe erhalten hat und der Belag fertig gebacken ist (z.B. der Käse geschmolzen ist.)
      Wichtig: Gehe hier weniger nach den Zeitangaben und vielmehr danach, wie ein Teig aussieht. Vor dem Belegen sollte er nur leicht goldbraun sein und nach dem zweiten Backen sollte er eine deutlichere goldbraune Farbe bekommen haben und schön knusprig sein.
    • Pinsa aus dem Ofen holen und vor dem Anschneiden 3 bis 5 Minuten ruhen lassen. Zum Servieren die Pinsa mit einer Küchenschere, einem großen Küchenmesser oder einem Wiegemesser in Stücke schneiden. (Notiz Nr. 5)
      Anmerkung: Werden deine Pinsa-Toppings nicht gebacken, lass die Pinsa im ersten Durchgang etwas länger im Ofen, bis sie eine schön goldbraune Farbe erhalten hat, bei mir sind das circa 12 Minuten.

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    Notizen

    Anmerkungen:
    1. Alternativ von Dinkelvollkornmehl solltest du auch Soja- oder Kichererbsenmehl verwenden können. Ich habe es aber nicht selbst getestet und kann es nicht zu 100% garantieren.
    2. Ich habe das Rezept nicht mit frischer Hefe getestet, wüsste aber nicht was dagegen sprechen sollte, sie hier zu verwenden. 2 Gramm Trockenhefe entsprechen 6 Gramm frische Hefe.
    3. Eiswasser: Bevor ich mit der Zubereitung des Teigs anfange, stelle ich einen Messbecher mit circa 450 Milliliter Wasser und ein paar Eiswürfeln für circa 10 bis 20 Minuten in den Kühlschrank. Das stellt sicher, dass mein Wasser richtig kalt ist. Bevor ich es dann zum Mehl gebe, messe ich das Wasser ab, indem ich es in einen in einen zweiten Messbecher umschütte, den ich auf meine Küchenwaage stelle, und dabei dabei genau 425 Gramm Wasser abmesse. Gleichzeitig halte ich die Eiswürfel zurück. Ich weiß, das klingt ein bisschen penibel, aber es stellt sicher, dass dir aus Versehen nicht zu viel Wasser in den Teig kommt. 
    4. Pinsa wird traditionell vor dem Backen mit ein klein wenig Olivenöl und groben Salz beträufelt. Ich finde jedoch, dass es den Teig beim Backen beschwert, weshalb ich es mittlerweile nicht mehr mache. Probiere am besten aus, was bei dir besser funktioniert. Stelle nur sicher, das Olivenöl und Salz sparsam einzusetzen. 
    5. Pinsa wird am besten mit einer Küchenschere geschnitten, da die luftige Krume und die knusprige Kruste beim Schneiden weniger zusammengedrückt werden. So bleiben die großen Luftblasen besser erhalten und die Pinsa behält ihre lockere Struktur. Ein großes Messer oder Wiegemesser funktioniert aber ebenfalls gut.
    6. Pinsa einfrieren: Der vorgebackene Pinsa-Boden lässt sich hervorragend einfrieren. Lasse sie vollständig auskühlen und friere sie anschließend in große Gefrierbeutel für bis zu 3 Monate ein. Nach dem Auftauen kann die Pinsa wie normal belegt und anschließend im Ofen gebacken werden.

    Nährwerte

    Serving: 1PinsaCalories: 651kcalCarbohydrates: 127.6gProtein: 23.4gFat: 3.5gSaturated Fat: 0.5gFiber: 7.7g
    Keyword Pinsa, Pinsa Boden, Pinsa selber machen, Pinsa Teig, Pizza
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      Hähnchen Sandwich mit Aji Verde

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